Dienstag, 12. April 2016

[Rezension] Die Dreizehnte Fee: Erwachen // Julia Adrian





Titel: Die Dreizehnte Fee: Erwachen
Autorn: Julia Adrian
Verlag: Drachenmond
Seitananzahl: 212
ISBN: 978-3-95991-131-3
Einband: Softcover
Bildquelle: ©Drachenmond

#1 Erwachen
#2 Entzaubert
#3 Entschlafen



Warum ich das Buch gelesen habe


Ich hatte sehr viele begeisterte Rezis dazu gelesen und außerdem versprach es der Traum eines jeden Zitatliebhabers zu sein, also konnte ich einfach nicht nein sagen. 

Inhalt


Ich bin nicht Schneewittchen. 
Ich bin die böse Königin.

Für tausend Jahre schlief die Dreizehnte Fee den Dornröschenschlaf, jetzt ist sie wach und sinnt auf Rache. Eine tödliche Jagd beginnt, die nur einer überleben kann. Gemeinsam mit dem geheimnisvollen Hexenjäger erkundet sie eine Welt, die ihr fremd geworden ist. Und sie lernt, dass es mehr gibt als den Wunsch nach Vergeltung. 

 »Kennst du das Märchen von Hänsel und Gretel?«, frage ich flüsternd. Er braucht mir nicht zu antworten, er weiß, dass nicht alle Märchen wahr sind. Nicht ganz zumindest. 

 Es gibt keine Happy Ends, es gab sie nie. Für keine von uns.
Quelle

Meine Meinung


Zur Idee und zum Inhalt:

Mir hat die Idee am Anfang total zugesagt, ein Buch aus der Sicht der bösen Königin/Fee/Hexe etc.!! Mal was Neues! 
Aber naja, irgendwie hatte mir das anders vorgestellt. Sehr anders.
Ich bin mit großem Elan an das Buch herangegangen, aber schon nach den ersten paar Seiten ist der verpufft. Ich musste mich geradezu zwingen, das Buch fertig zu lesen. 
Was waren die Probleme? Naja, im Grunde genommen alles. Als aller erstes aber bestimmt, dass das Buch nicht mein Genre ist. Ich bin ja eigentlich für alles offen, aber das hier hat einfach überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen. 
Es gibt nicht wirklich eine wichtige Handlung. Klar, das Buch hat schon eine Geschichte in sich, aber eigentlich plätschert diese nur so vor sich hin, hat keine Höhepunkte, Spannungsbögen, Plottwists oder sonst was. 
Ich persönlich vermute ja, das Hauptanliegen der Autorin war es schlicht und ergreifend, das Thema Gut und Böse mal unter die Lupe zu nehmen und in einer Geschichte zu verpacken. An sich keine schlechte Idee, nur sollte die Geschichte schon noch irgendwie eine Rolle spielen.
Kennt ihr diese Unterrichtsfilme, in denen total komplizierte Formeln oder sonst was mithilfe von Formen, Tieren oder Charaktereigenschaften dargestellt werden, um das Thema besser verstehen zu können? Genauso hat das Buch auf mich gewirkt.

Vermutlich müsste man an das Buch mit etwas mehr Distanz und großem Interesse an psychologische Aspekten in Märchen oder auch an irgendwelchen Mordmotiven herangehen, was ich alles nicht bin und vermutlich auch nicht könnte. 
Bei Büchern geht es für mich um spannende, einzigartige Geschichten und deren Charaktere, aber nicht darum, dass gewisse Themen wie der Unterschied zwischen Gut und Böse durch eine Geschichte anschaulicher gemacht und durchleuchtet werden. Ein gutes Buch ist für mich kein Wissenschaftsprojekt, aber genau so hat "Die Dreizehnte Fee" auf mich gewirkt.

Zum Schreibstil und den Charakteren:

Der Schreibstil ist, wie das gesamte Buch, nicht so gaanz mein Geschmack, aber hat definitiv etwas an sich. Das beweisen auch die unzähligen Zitate, die ich mir trotz oder vielleicht gerade wegen der eher nicht vorhandenen Spannung herausgeschrieben habe.
Das Buch hat keine wirklichen "Helden" oder irgendwelche Charaktere, die man als Leser ins Herz schließen kann, sondern einfach Protagonisten, die gewisse Eigenschaften verkörpern, weder schwarz noch weiß sind und im allgemeinen einfach als interessant zu bezeichnen wären.
Zum Titel und zur Gestaltung:

Titel ist passend und das Cover spiegelt relativ gut die Stimmung des Buches wider.

Fazit


Das Buch hat meinen Geschmack definitiv nicht getroffen und meine Erwartungen wurden komplett verfehlt, da ich einfach etwas total anderes erwartet hätte. Das Buch hat auf mich eher wie ein Wissenschaftsprojekt als wie eine Fantasygeschichte gewirkt, da es wohl eher die Theorie der Autorin von Gut und Böse veranschaulichen sollte, als eine spannende, faszinierende Geschichte mit berührenden Charakteren zu Papier zu bringen. Trotzdem hat es wirklich ein paar wunderschöne Aspekte und ich würde nicht behaupten, dass ich den Aussagen dieses Buches im Allgemeinen widerspreche. Allerdings hätte ich etwas (sehr viel) mehr Story und etwas (sehr viel) weniger Psychologieunterricht gewünscht.
Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass Leser, die etwas distanzierter, objektiver, philosophischer und interessierte an das Buch herangehen, es durchaus lieben können. Da Bücher für mich immer etwas sehr persönliches, liebenswertes und fesselndes sein sollten, war ich hier leider an der falschen Adresse, aber wie gesagt: die Zitate sind echt ein Hammer und haben dafür gesorgt, dass die Zeit, die ich in dieses Buch investiert habe, nicht komplett verschwendet war.












Das könnte euch vielleicht auch noch interessieren // Passend zum Thema:

Kommentare:

  1. Huhu Ambria,

    das Buch liegt bei mir schon etwas länger zurück, aber wenn ich so deine Kritikpunkte lese, kann ich dich auch absolut verstehen. Um ehrlich zu sein, habe ich damals gar nichts so sehr nach dem psychologischen Sinn der Geschichte Ausschau gehalten, sondern eher die meiste Zeit versucht zu erraten, welche Fee man wohl gerade gegenübersteht beziehungsweise eben herauszufinden, in welchem Märchen man sich als nächstes Wiedergefunden hatte. Dieses Raten und Gemeinsamkeiten finden war gerade DAS was mir an diesem Buch so viel Spaß gemacht hat. Die tollen Zitatmöglichkeiten sind natürlich auch ein schönes Detail. ;-) Aber wie gesagt, ich kann voll verstehen, warum dich dieses Buch nicht ansprechen konnte. Hätte ich auch nur einen Moment die gleichen Gedanken beim Lesen gehabt wie du, dann hätte mir das Buch auch weitaus weniger gefallen. So ähnlich wie dir es bei "Die dreizehnte Fee" ging, erging es mir nämlich auch gerade bei meinem letzten Buch "Hope & Despair".Eher ein Wissenschaftsprojekt, als eine Handlung und der Schreibstil war da nicht annähernd so schön wie in "Die dreizehnte Fee". ._. Auch wenn dir das Buch nicht gefallen hat, ist das wieder eine gelungene Rezension geworden!! ♥ Ich mag es voll, wie du zitierst. *-* <3

    Ganz liebe Grüße
    Leni =) <3<3<3<3<3

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallöchen liebe Leni :)
      Ja so habe ich das Buch irgendwie nicht so wirklich gelesen... :/
      Aber es freut mich, dass es zumindest dir gefallen hat ;) <3
      Dann verstehst du mich ja offensichtlich sehr gut :/
      Dankeschöön :) <3<3<3
      Hehe...^^;D
      Viele liebe Grüße, Ambria <3<3<3<3<3:)

      Löschen