Montag, 16. Mai 2016

[Rezension] Die Diamantkrieger-Saga - Damirs Schwur






Titel: Die Diamantkrieger-Saga - Damirs Schwur
Autorin: Bettina Belitz
Verlag: cbt
Seitenanzahl: 448
ISBN: 978-3-570-16417-4
Einband: Gebunden mit Schutzumschlag
Bildquelle: ©cbt
Band 1 der Diamantkrieger-Saga








Warum ich das Buch gelesen habe


Der Klappentext hat spannend geklungen.

Inhalt


Erwache. Erkenne dich. Nutze deine Fähigkeiten. 
Kämpfe! 

 Die 17-jährige Sara hat ihre Seele an die Hydra verkauft – jene düstere Unterwelt, für die sie als Meisterdiebin arbeitet und wertvollen Diamantschmuck aus den Villen der Reichen stiehlt. Was mit den Diamanten geschieht, interessiert Sara nicht – bis der mysteriöse Damir in den Katakomben der Unterwelt auftaucht. Die beinah magische Anziehungskraft zwischen den beiden weckt in Sara übermenschliche Fähigkeiten, von denen sie bisher nichts ahnte. Die Fähigkeiten einer Diamantkriegerin. Ein gefährlicher Wandlungsprozess setzt ein, an dessen Ende Sara sich entscheiden muss, auf welcher Seite sie steht: auf der des Lichts oder des Schattens.

Eine komische Mischung aus Fantasy und Contemporary, eigentlich hatte ich viel mehr High-Fantasy Elemente erwartet. Auf die Charaktere wird fast gar nicht eingegangen, Dialoge sind so gut wie gar nicht vorhanden und es passiert eigentlich nichts Spannendes. Und viel zu vorhersehbar ist das Buch auch noch, ich wusste nach den ersten 20 Seiten all das, was eigentlich erst ganz am Ende aufgeklärt wird.
Quelle & ©: cbt


Meine Meinung


Zum Inhalt und zur Idee:

Der Klappentext lässt ja relativ wenig aus sich schließen, weswegen ich fälschlicherweise auf Grund des Covers von einem High-Fantasy-Roman ausgegangen bin. Aber das ist es nicht. Eigentlich eher komplett das Gegenteil. Und ich bin richtig enttäuscht.
Wie schon angedeutet spielt das Buch in unserer Welt und geht fast schon in Richtung Contemporary. Sara ist  aufgewachsen in schwierigen Verhältnissen, hat eine kranke Großmutter und eine Mutter, die sie für die Ausgeburt des Teufels hält. Zusätzlich verdient Sara ihren Lebensunterhalt durch Diebstahl, bevorzugt natürlich, wie könnte es anders sein, Diamanten. Und dann trifft sie auf Damir und die Geschichte kommt ins Rollen. 
Letztendlich fehlt mir in dem Buch komplett die Spannung, Sara ist einfach zu blind um das Offensichtliche wahrzunehmen und das was ich seit Seite 20 wusste, wird erst auf den letzten 10 Seiten "aufgeklärt", ich war ja soo überrascht...(*Ironie*).
Diese Vorhersehbarkeit hat das Buch sehr langweilig gemacht und mein größter Ansporn es fertig zu lesen war der, dass ich dann endlich ein neues Buch beginnen konnte. Ich war so glücklich, als ich es endlich ins zurück Regal stellen durfte. 
Wie gesagt fehlt die Spannung und die Unvorhersehbarkeit. Außerdem soll das doch ein Auftakt sein. Aber ich verstehe einfach nicht, worauf das Buch hinauswill. Die ganzen Informationen, die wir bekommen, hätten locker auch auf 30 Seiten gepasst. Ich könnte euch sogar alles verraten, was auf den letzten 10 Seiten "aufgedeckt" wird und ihr würdet euch letztendlich nicht gespoilert fühlen, weil das sowieso schon nach ein paar Seiten klar ist. Ich habe nie mitgefiebert oder mitgezittert oder generell irgendetwas mitgefühlt. Sowohl die Reaktionen als auch die Handlungen sind alle nicht sonderlich nachvollziehbar und im allgemeinen grundlos. 

Zum Schreibstil und den Charakteren:

Der Schreibstil der Autorin ist gewöhnungsbedürftig. Mir hat die Art und Weise, wie sie sich ausdrückt nicht gerade sonderlich gut gefallen und es hat nicht so geklungen, als würde sie etwas Besonderes schreiben wollen, sondern als würde sie einen Deutsch-Aufsatz schreiben, bei dem jah alles grammatikalisch richtig sein soll und das macht einen guten Schreibstil schon aus. Aber das ist wirklich eindeutig meine persönliche Meinung, ich selbst kann mit ihrem Schreibstil wenig anfangen, aber ich bin mir sicher es gibt einige unter euch, die den sogar sehr gut finden. 
Die Autorin hat sich sehr gut mit Sara auseinandergesetzt, zu gut für meinen Geschmack. Denn die Hälfte des Buches hat aus ihren inneren, eher unnötigen Monologen bestanden. Oder aus schlechten, absolut unrealistischen und unauthentischen Dialogen. 
Wie gesagt wird Sara sehr gut charakterisiert, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass Sara ihren Charakter zwischendurch immer mal wieder verändert. Auf die restlichen Charaktere wird eigentlich gar nicht eingegangen. Wirklich gar nicht. Das waren einfach nur Nebenrollen, deren einziger Job es war, der Story immer mal wieder Schubser in die gewünschte Richtung zu geben, aber das war es dann auch schon. 

Zum Titel und zur Gestaltung:

Sowohl Titel als auch Gestaltung sind irreführend - sie weisen einfach nicht auf die Art von Buch hin, die sich letztendlich dahinter versteckt - da kann das Cover noch so schön sein.

Fazit


Letztendlich ein unzureichender Auftakt dieser Reihe, dessen Inhalt letztendlich auf 15 Seiten gepasst hätte. Der Schreibstil hat mir (persönlich) nicht zugesagt, die Dialoge und generell alle zwischenmenschlichen Beziehungen wirkten auf mich eher gefühllos, erzwungen und nicht unbedingt authentisch. Abgesehen davon ist das Buch sehr vorhersehbar, beinhaltet wenig bis keine Überraschungen und ist absolut langatmig. Ich werde die Reihe wohl nicht weiterverfolgen, das ist mir meine Zeit nicht wert. 
Wenn ihr große Fans von Urban-Fantasy seid und euch meine erwähnten Kritikpunkte vielleicht nicht allzu sehr stören, ist das Buch vielleicht eine Überlegung wert, aber im Allgemeinen würde ich sagen: lasst lieber die Finger davon.


Trotzdem, weil das Buch jetzt nicht das schlechteste meines Lebens war und weil ich viel zu nett bin: 











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Kommentare:

  1. Huhu Ambria,

    schade, dass es dich so enttäuscht. Bis jetzt hat mich das Buch eigentlich eher angesprochen, aber nun komme ich nach deiner Rezension ins Zweifeln. Dabei fand ich die Leseprobe ganz gut, allerdings langweilt mich Vorhersehbarkeit schnell. :/

    Liebe Grüße <33

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    1. Hallöchen!
      Ja also ich persönlich würde es eigentlich nicht weiterempfehlen :/
      Viele Grüße, Ambria <3<3<3:)

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  2. Das Buch klingt echt gut, aber deine Meinung dazu ja eher nicht so :D Ich fand bei Splitterherz schon, dass die Autorin viel zu lang und über unnötige Sachen geschrieben hat und hier scheint es wohl auch nicht anders zu sein. Finde auch, dass viele Bücher von den Dialogen leben, da man dadurch oft viel mehr über Charaktere erfährt und kann mich auch spontan nicht an ein Buch erinnern, dass so gut wie keine Dialoge beinhaltet hat. Naja schade.

    Liebe Grüße
    May

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